Wie du mit Social Media schlau kommunizierst

Im dritten Teil des E-Mail Kurses haben wir über deinen eigenen Blog gesprochen.

Wie kann dir nun Social Media helfen neue Kunden zu gewinnen?

Ich zeige Dir, wie du deine Inhalte erstellst, verteilst und wie du mit zielgerichteter Werbung neue Kunden gewinnst!

Zu allererst müssen wir klären, was Social Media überhaupt ist.

Grundsätzlich zählt jede Form der Kommunikation und Interaktion im Internet zur sozialen Aktivität bei.

Soziale Medien sind Plattformen auf denen sich Menschen treffen und interagieren. Dies geschieht in Form von Texten (Facebook), Kurznachrichten (Twitter), Videos (Youtube, Vimeo, Vine) oder Bildern (Instagram, Pinterest).

Diese Plattformen haben eines gemeinsam. Es sind alles Plattformen, auf denen Menschen verschiedener Interessen kommunizieren.

Warum es Sinn macht nicht überall vertreten zu sein

Mittlerweile ist die Auswahl an Social Media Plattformen so groß, das man meint man muss auf allen Plattformen vertreten sein, um alle Kunden zu erreichen.

Dem ist aber nicht so. Nicht jede Zielgruppe oder Kundengruppe ist auch auf all diesen Kanälen unterwegs oder erreichbar.

Es macht keinen Sinn ein Profil auf einer Social Media Seite zu haben, auf der sich nicht die eigene Zielgruppe aufhält. Es ist unvorteilhaft viele Profile zu erstellen, diese aber dann nicht mehr zu pflegen. Alles was man davon hat ist nur ein großes Social Media Grab.

Tipp:
Wähle dir anfangs nur EINE einzige Plattform aus!

Wähle die Plattform, bei der du dir sicher bist, dass deine Zielgruppe dort vorhanden ist. Such nach Statistiken und Zahlen, die belegen, dass die Plattform deine Kundengruppe enthält.

Erstelle dir diese eine Seite und knüpfe hier Kontakt zu deinen potentiellen Kunden. Bau eine Beziehung auf und finde als nächstes heraus, auf welchen Plattformen sie sich noch bewegen.
Erst dann solltest du dir ein Profil auf einer weiteren Plattform aufbauen.

Welche Ziele du mit Social Media erreichen kannst

Das Ziel von Social Media ganz allgemein ist die Vernetzung von Menschen. Für Unternehmer kann es eine Vernetzung zu Geschäftspartnern oder zu den eigenen Kunden sein.

Folgende Arten von Zielen sind möglich:

  • Aufbau einer Beziehung (B2C und B2B)
  • Branding (die eigene Marke stärken)
  • Bekanntheitssteigerung
  • Erhöhung der Kundenbindung (über Kommunikation und Suppport)
  • Neukundengewinnung (über Werbung oder gute Kommunikation)
  • Service und Support
  • Einfluss und Kontrolle über Netzgeflüster (nur wer mitmacht, kann die Meinung zum eigenen Unternehmen im Internet kommentieren)

Das reine sammeln von Likes und Gefällt-mir Angaben ist kein Ziel, das wirklich einen Gewinn für das Unternehmen bringt.

Die wichtigste Kennzahl für Social Media

Die wichtigste Kennzahl, für Social Media Seiten ist die Interaktionsrate.

Diese ist viel aussagekräftiger als reine Likes. Eine Seite mit 100.000 Gefällt-mir und 20 Likes auf einen Beitrag ist mit einer Interaktionrate von 0,0002% nichts wert.

Eine Seite mit 1000 Gefällt-mir und 20 Likes ist demnach viel erfolgreicher (0,02% Interaktionsrate).

Interaktionsrate = Anzahl Likes + Geteilt + Kommentare / Anzahl der Gefällt-mir Angaben der Seite

Bei deiner Seite kommt es also nicht auf die Größe, sondern auf die Interaktion an!

Welches Portal sich für dein Unternehmen eignet

Hier ein kleiner Überblick über verschiedene Social Media Seiten:

Facebook: Der Platzhirsch ist mit ca. 28 Millionen Mitgliedern in Deutschland die größte Social Media Plattform. Hier ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, die eigene Zielgruppe zu finden.

Eignet sich für: Blogger, Selbständige, Unternehmer

Twitter: Durch Hashtags und durch die Aktualität des Portals, kann man schnell auf Ereignisse reagieren und sich so gut positionieren.
Der Kurznachrichtendienst ist für Unternehmen nur dann geeignet, wenn man regelmäßig und viel twittert.

Eignet sich für: Blogger, Vieltexter

Pinterest: Auf dieser Plattform werden nur Bilder als Kommunikationsmittel eingesetzt. Dreiviertel aller Nutzer sind weiblich. Durch die Einbindung des Kauf-Buttons kann man nun auch direkt in Pinterest ein Produkt kaufen. Pinterest Nutzer sind nach einer Studie weitaus kauffreudiger als Nutzern von Facebook oder Twitter.

Eignet sich für: Onlineshops, Modeblogger, alles was sich über ein Bild definieren kann (Foodblogger, Fotograf, Mode, Accessoires, …)

Google+: Ist das Pendant zu Facebook aus dem Hause Google. Es soll einen Effekt auf die Suchmaschinenoptimierung der eigenen Webseite haben, wenn man auch eine Google+ Seite für sein Unternehmen registriert.
Auf Google+ ist die Kommunikation etwas erwachsener als auf Facebook. Man kann seine Kontakte sehr einfach zu einem Hangout (Präsentation, Webinar) einladen und so eine gute Beziehung herstellen.

Eignet sich für: Unternehmer, B2B

Um die ersten Schritte in Social Media zu wagen, ist eine Facebook-Seite ein guter Startpunkt. Hier hat man später auch einfache Möglichkeiten Werbung zu schalten und neue Kunden zu gewinnen.

5 Kategorien für guten Inhalt auf Social Media Plattformen!

Nur einfach drauf los posten, bringt in der Regel gar nichts. Um die eigenen Kunden zu erreichen, muss man auch auf den Social Media Plattformen gute Inhalte bereitstellen.

Ich habe dir hier ein paar Kategorien für Inhalte erstellt:

  • Probleme deines Kunden und Hilfestellungen
  • Inspiration (Zitate, Beispiele bekannter Persönlichkeiten, Motivation)
  • Wissenswertes (Fakten, Statistiken, Infographiken)
  • Unterhaltendes (Bilder, Sprüche, Videos)
  • Verkauf (Eigene Produkte, Dienstleistungen, Webinare, Vorträge)

Diese 9 Arten von Inhalten kannst du verwenden!

Du kannst deine Inhalte in folgenden Formaten bereitstellen:

  • Text
  • Audio/ Podcast
  • Bild
  • Video
  • Infografik
  • Interview
  • Fachartikel
  • Fremder Inhalt/ Teilen von Beiträgen anderer
  • Recycling deiner alten Beiträge

Alle Inhalte die du einstellst, müssen themenbezogen, problem- oder lösungsorientiert sein. Jegliche Kommunikation sollte immer deinem Unternehmenszweck dienen und nicht NUR der Unterhaltung.

Warum du deine Inhalte für Social Media planen solltest

Einen Plan zu haben ist immer eine gute Sache. Vielleicht hast du schon einen Plan für deine Webseite oder deinen Blog?!
Für deine Social Media Seiten solltest du dir daher auch einen Redaktionsplan erstellen!

Was ein Redaktionsplan überhaupt ist

Ein Redaktionsplan ist eine Übersicht über alle Inhalte, die du auf deinen Social Media Plattformen einstellst.
Der Plan sollte folgende Spalten enthalten:

  • Datum/ Tag
  • Inhalt des Postings
  • Kategorie und Art des Postings
  • Keyword oder Hashtag
  • Bild/ Grafik/ Video
  • Link

Wie der Redaktionsplan funktioniert

Erstelle am Anfang des Monats den Redaktionsplan für die nächsten 4 Wochen. So sparst du dir die Zeit jede Woche aufs Neue zu planen und kannst effektiver arbeiten.

Gehe wie folgt vor:

  1. Ordne deine Inhalte in die 5 Inhaltskategorien ein.
  2. Lege die Art des Postings fest.
  3. Postingfrequenz festlegen (3x mal die Woche oder 1x täglich, je nach Portal unterschiedlich).
  4. Erstelle die Inhalte und Grafiken.
  5. Wenn möglich, erstelle die Posts am besten gleich noch auf deiner Social Media Seite und plane die Beiträge zu dem jeweiligen Datum ein.
  6. Nun werden alle Beiträge automatisch für die nächsten 4 Wochen gepostet.

So schaltest du gezielt Werbung auf Facebook

Der Vorteil von Facebook liegt ganz klar auch darin, dass du zielgerichtete Werbung schalten kannst.

Jeder Nutzer gibt in seinem Profil sein Geschlecht, Alter und verschiedene Interessen oder Angaben zu seinem Job oder Hobbies an. Nach all diesen Kriterien ist es möglich zu suchen und zu filtern.

Dir als Werbetreibenden eröffnet das ganz neue Möglichkeiten. So kannst du deine Zielgruppe individuell erstellen und dadurch nur den Leuten deine Werbung anzeigen lassen, die für dich als Kunde relevant sind!

Hier siehst du die Zielgruppen-Einstellung für eine meiner Werbekampagnen!

Facebook Werbung schalten

Da du ganz genau bestimmen kannst, wem deine Anzeigen gezeigt werden, vermeidest du Streuverluste. Bei klassischen Medien, wie Zeitungen, Printmagazinen oder Radio erreichst du zwar auf einen Schlag viele Leser oder Hörer. Jedoch ist das kein qualifizierter Traffic, da nicht jeder deine Zielgruppe ist! Ausserdem kannst du dein Tagesbudget ganz genau festlegen. Es lohnt sich hier mit einem 5€ Tagesbudget anzufangen und zu testen.

Du kannst mit dem Werbeplaner von Facebook ganz leicht herumprobieren. Hier kannst du dir den Planer ansehen.

So erstellst du eine eigene Facebook-Werbekampagne

Im Planer angekommen, erstellst du als erstes ein Ziel. Verwende zum Beispiel „Leite Menschen auf deine Webseite“, um mehr Nutzer auf deine Webseite zu bekommen.

Als nächstes gibst du eine URL an. Das kann deine Startseite sein oder im Besten Fall eine eigens dafür angelegte Landingpage.

Du kannst dann einen Trackingpxel erstellen, den du auf deiner Webseite im Quellcode hinzufügen kannst. Dadurch ist es dir möglich die Besuche, die über deine Anzeigen auf deine Webseite gelangen, zu tracken und zu analysieren.

Vergib noch einen Namen für deine Anzeige.

Nun kannst du den Facebook Werbeplaner verwenden, um deine Zielgruppe zu erstellen. Etwas weiter unten, kannst du dein Tagesbudget und die Laufzeit der Werbeanzeige festlegen.

Nachdem du deine Zielgrupper erstellt hast und dein Budget festgelegt hast, kannst du auf die nächste Seite gehen. Hier kannst du nun bis zu 6 Bilder für deine Anzeigen verwenden. Du kannst eigene Bilder hochladen oder Bilder aus einer Bibliothek auswählen. Bei mir funktionieren am besten Bilder mit einem einfarbigen Hintergrund und Text.

Willst du mehr über Facebook Werbeanzeigen lernen? Sieh dir das Video meines Kollegen Reto Stuber an. Reto ist Experte, wenn es um Facebook Anzeigen geht.

Klick hier, um das Video anzusehen!

Fazit

Lieber weniger Gefällt-mir Angaben als zu wenig Interaktion. Eine Seite mit 100 Fans und einer 5% Interaktionsrate ist weitaus effektiver als eine große mit 0,5% Interaktionsrate.

Erstelle dir zuerst ein Social Media Profil und plane deine Beiträge und Inhalte in einem Redaktionsplan.
Dadurch kannst du dir Zeit sparen und deine Postings teilautomatisieren.

Wenn du noch mehr in das Thema Social Media Marketing einsteigen willst, sieh dir diesen Kurs an: Social Media Club (Test mit 7 €). Oder sieh dir dieses gratis Webinar an.

Willst du zielgerichtete Werbung auf facebook schalten, dann sieh dir dieses Video von Reto an!

Nächstes mal sprechen wir über Businessnetzwerke und wie du dort neue Kontakte und Kunden gewinnen kannst.

Schöne „Social“ Grüße,
Basti

2016-12-01T19:53:27+00:00 By |E-Mail Kurs|0 Kommentare

About the Author:

Bastian Gläser ist Gründer von bartmedien und Autor der "7 Wege, um Neukunden online zu gewinnen". Als Bartträger und Online Marketing Berater schreibt er in diesem Blog, wie man heute Marketing macht. Er hilft Selbständigen und Unternehmern online neue Kunden zu gewinnen und Umsatz zu generieren!

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